Blick auf eine Mauer mit Landschaft in Pyhrn-Priel.Blick auf eine Mauer mit Landschaft in Pyhrn-Priel.

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Fürst vom Schwarzenberg

Ein hochangesehener Wilderer namens Franz Breitenbaumer wurde in Pyhrn-Priel als „Fürst vom Schwarzenberg“ bezeichnet. Nach seinem Hausnamen nannte man den kleinen Bauern „den Annerl“.

Es war ein nobler Herr, der sogar etwas Aristokratisches an sich hatte. Da er gerne am Schwarzenberg bei Spital am Pyhrn wilderte, wurde er – eben wegen seiner vornehmen Art – als „Fürst Schwarzenberg“ angesprochen.

 

Wie er zu seinem Adelsprädikat kam, erzählt folgende Begebenheit: Einmal suchte er an einem Sommertag den Friseurmeister Peter Hödl in Windischgarsten auf, um sich die Haare schneiden zu lassen. Der Friseurmeister begrüßte ihn: „Meine Verehrung, Fürst Schwarzenberg!“ Die dort sitzenden und auf ihre Frisur wartenden Sommergäste, die den Wildschützen nicht kannten, schauten erstaunt und voller Ehrfurcht auf den „Fürsten“. Als der Meister ihn fragte: „Was wünschen Fürst zu trinken?“, antwortete unser Freund: „Wie heißt doch das Getränk? Ich glaube, das gewöhnliche Volk sagt Most dazu.“*

 

Seine im Wirtshaus und auch sonst wo gemachten Scherze, in denen er sich selbst als „Fürst vom Schwarzenberg“ bezeichnete, sprachen sich schnell herum. Oft und gerne erzählte er, dass er in der Nähe des Gleinkersees, hier und da einen Hirsch geschossen hatte.

*Aus dem Buch "Wilderer - Rebellen der Berge" von Univ. Prof. Dr. Roland Girtler

Altes Bild von Franz Breitenbaumer alias „Fürst Schwarzenberg“.
Ein geschichtliches Bild vom Wildererfürst Schwarzenberg mit einem erlegten Wildtier.

Franz Breitenbaumer „Fürst Schwarzenberg“.